Magdeburg: Am Montag Abend (19.01.2015) hatte der rechtspopulistische PEGIDA- Ableger, MAGIDA, erstmalig zu einem sogenannten montäglichen Abendspaziergang aufgerufen. Es nahmen letzten Endes laut Polizeiangaben 600 Menschen daran teil. Dem gegenüber standen mehr als 6.000 GegendemonstrantInnen.


Dazu erklärt Jennifer Breuste, Landessprecherin der Grünen Jugend Sachsen-Anhalt: „Die heutige MAGIDA-Demonstration konnte ca. 100 Meter auf dem Alten Markt demonstrieren bevor sie durch friedlichen Protest zum Stehen und nach wenigen Minuten zum Erliegen kam. Magdeburg hat Gesicht gezeigt gegen ein krudes Gedankengut, populistische Parolen und Fremdenfeindlichkeit.“


Dieses Wochenende kann insgesamt als ein Erfolg der Demokratie in Sachsen-Anhalt gesehen werden, nachdem bereits am Freitag eine ähnlich geringe Zahl Rechtsextremer nur durch Kleingartenanlagen und einem Teil der Neustadt ziehen konnte. Dieser sogenannte ‚Trauermarsch‘ wurde durch viele Tausend Demonstranten blockiert, zudem gab es erstmals keine rechte Kundgebung und am Ende sogar Pfiffe der RechtsextremistInnen gegen ihren eigenen Marsch.


Dennoch warnt Ruben Engel, Sprecher der Grünen Jugend Sachsen-Anhalt: „Diese 3 Tage in Magdeburg sind ein Meilenstein in der demokratischen Kultur unsers Landes. Als DemokratInnen müssen wir alle jedoch weiterhin wachsam bleiben. Es spricht Bände, dass unter vielen der in der vergangenen Woche illegal plakatierten Nazi- Parolen alte AfD-Wahlkampfplakate zum Vorschein gekommen sind. Anders als es Herrn Lucke gerne Recht wäre, bemüht sich die Landes-AfD auch nicht um Distanz zu PEGIDA – sie demonstriert munter und für alle Welt sichtbar sogar direkt bei MAGIDA mit! Die AfD in Sachsen-Anhalt ist der verlängerte politische Arm von MAGIDA.“