Sarah

EINZEL

LISTENPLATZ #20

Many struggles, one fight!

Ich bin Sarah, Pronomen sie/ihr, 20 Jahre alt und kandidiere für den Landtag.
Aufgewachsen bin ich im Burgenlandkreis, im ländlichen Süden Sachsen-Anhalts. Nach dem Abitur und ein paar Monaten Freiwilligendienst in Georgien habe ich vergangenes Wintersemester in Halle mit dem Studium der Soziologie und Psychologie angefangen.
In meiner Jugend gab es keine Möglichkeit zur politischen Partizipation – die einzigen präsenten politischen Gruppen waren rechte Stammtische. Dass Strukturen für Partizipation oder gar politische Bildung fehlen, war mir so nie wirklich klar – je mehr ich in dem Bereich selbst tätig bin und je mehr ich ein Bewusstsein dafür entwickelt habe, desto wichtiger ist es mir, selbst etwas zum Transformationsprozess beizutragen. So wurde ich im vergangenem Sommer bei der Grünen Jugend aktiv und bin seitdem Sprecher*in der Ortsgruppe. In Halle organisiere ich seitdem Bildungsveranstaltungen wie Demonstrationen und sorge für eine Vernetzung zwischen politischen Gruppen.
Probleme wie soziale Ungleichheit, Diskriminierung von marginalisierten Gruppen und die vehemente Präsenz von Rechtsextremen sind Phänomene, die in Ostdeutschland strukturell stärker auftreten als in Westdeutschland. Dass uns das nicht nur linksgrünversiffte Menschen erzählen sondern tatsächliche Realität ist, lerne ich angeregt in meinem Soziologie-Studium und als studentische Hilfskraft im Forschungsinstitut für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genauso wie die Klimakrise einen Systemwandel erfordert, brauchen wir strukturelle Lösungen um gegen Vermögensungleichheit, gegen die Unterdrückung von FLINTA*-Personen sowie gegen rechte Strukturen innerhalb der Polizei vorzugehen – und vieles mehr.“
1FLINTA* = female, lesbian, inter, non-binary, trans, agender→ politische Bezeichnung von Personen, die im Patriarchat aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert werden

Mein Thema: Soziale Gerechtigkeit - Many struggles , one fight!

Soziale Gerechtigkeit ist ein Querschnittsthema, welches bei allen Bereichen mitgedacht werden sollte – häufig jedoch zu kurz kommt. Kinderarmut ist gerade in Halle ein großes Problem, da die sozial privilegierten Viertel von den weniger privilegierten Vierteln stark isoliert sind und somit wenig Kontakt zwischen sozialen Klassen stattfindet. So hat Halle-Neustadt mit etwa 65% den bundesweit höchsten Wert an Kinderarmut. Wenn wir weiterhin Sozialwohnungen nur in weniger privilegierten Gegenden und keinen Raum für Austausch auf Augenhöhe schaffen, wie sollen Personen aus ihrer sozialen Blase herauskommen?
Soziale Herkunft sollte generell mehr in den Fokus unserer Debatten rücken: sie verstärkt Probleme von ohnehin schon diskriminierten Personen – so ist eine weiße akademische Frau weitaus weniger benachteiligt als eine Schwarze Arbeiterin.
Indem wir Allianzen und Bündnisse aus allen Bereichen der Bevölkerung bilden, können wir gemeinsam für das gute Leben für alle mit einer offenen, diversen und gerechten Gesellschaft kämpfen.

Intersektionaler Feminismus

In einem intersektionalen Feminismus werden alle Personen mitgedacht, die vom Patriarchat unterdrückt werden. Ob weiblich, trans* oder schwul: ich setze mich für die Dekonstruktion des patriarchalen Status Quo und gegen Reproduktion von Geschlechterrollen ein. Das tut uns allen gut!

Antifaschismus

Ob in Halle oder im Burgenlandkreis – rechte Strukturen sind in Sachsen-Anhalt keine Neuheit. Gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Gewerkschaften sowie mit Bildungsarbeit und konkretem Aktivismus setze ich mich gegen das Vordringen und die Etablierung von Rechtsextremen in unserem Alltag ein.

Mitgliedschaften in Vereinen, Initiativen, Bündnissen

Ver.di, Sea-Watch Fördermitglied, queerfeministischer Arbeitskreis

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Sachsen-Anhalt braucht ein mit dem 1,5 Grad Ziel konformes Klimaschutzgesetz und muss bis 2035 Klimaneutralität erreichen.

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