Die Kampagne

Sachsen-Anhalt hat Zukunft.

Am 6. September 2026 steht uns eine Landtagswahl bevor, die das politische Klima in Sachsen-Anhalt – und ganz Ostdeutschland – auf Jahre prägen wird. Während rückschrittliche und gesichert rechtsextreme Kräfte im Bundesland nach der Macht greifen, kämpfen die Bündnisgrünen gegen die Fünfprozenthürde.

Für uns ist klar: Gegen die Krisen, die Ängste und die Faschos unserer Zeit setzen wir auf Visionen, die das Leben von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spürbar erleichtern sollen!

Wir kämpfen für ein sozial und ökologisch gerechteres Sachsen-Anhalt, ein Bundesland, in dem gerade auch junge Menschen wieder langfristig bleiben wollen. Im Rahmen unserer Kampagne formulieren wir dafür insbesondere vier zentrale Forderungen, die wir euch hier vorstellen möchten!

Beachtet dabei bitte, dass diese Inhalte teilweise über das Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hinausgehen.
Wir werden uns weiterhin inner- und überparteilich für sie einsetzen. Unter diesem Link haben wir euch zusätzlich eine Übersicht der Verbesserungen zusammengestellt, die wir auf dem Landesparteitag bereits fest im grünen Wahlprogramm verankern konnten.

Druck raus aus der Schule!
Für eine zeitgemäße Lernkultur

Das derzeitige Notensystem erzeugt erheblichen Leistungsdruck, verstärkt soziale Ungleichheiten und trägt zur psychischen Belastung vieler Schüler*innen bei.
Wir fordern daher, dass das Land Sachsen-Anhalt das bestehende Bewertungssystem an Schulen grundlegend weiterentwickelt mit dem Ziel, Noten abzuschaffen und stattdessen auf dialogorientierte Rückmeldungsformate zu setzen!
Dabei sollen individuelle Lernfortschritte stärker in den Mittelpunkt gestellt und Schüler*innen durch konstruktives Feedback unterstützt werden, anstatt sie durch standardisierte Bewertungen unter Druck zu setzen.

Zu einem umfassenden Systemwechsel gehört für uns zudem die Abschaffung des „Sitzenbleibens“, da auch dieses mit erheblichem Druck und einer Kategorisierung der Schüler*innen einhergeht. Es liegt in der Verantwortung der politischen Entscheidungsträger*innen und der Gesellschaft, dass Rahmenbedingungen im Schulwesen geschaffen und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, die es jeder*m Schüler*in ermöglichen, bedarfsgerecht gefördert zu werden.

Mobilität für alle ermöglichen!
Für einen verlässlicheren und kostenfreien ÖPNV

Das Land Sachsen-Anhalt soll schrittweise einen kostenfreien öffentlichen Nahverkehr für alle Einwohner*innen einführen. Wir fordern zunächst, Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, alle Menschen unter 27 Jahren, Sozialhilfeempfänger*innen sowie Rentner*innen in einem ersten Schritt vollständig von Fahrkosten zu befreien.
Darauf aufbauend soll der kostenfreie ÖPNV schrittweise auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet werden.

Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass jeder Ort im Bundesland mindestens einmal pro Stunde an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist. Das Angebot muss so ausgebaut werden, dass S-Bahn-Linien in einem 20-Minuten-Takt sowie Straßenbahnen und innerörtlicher ÖPNV in den kreisfreien Städten in einem 10-Minuten-Takt verkehren.
Hierfür sind die notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Personal und Betrieb konsequent vorzunehmen.

Gleiche Chancen für alle!
Bildung kostenfrei gestalten

Für viele Kinder und Jugendliche ist der Schulalltag von finanziellen Hürden geprägt. Fehlendes Geld für Mittagessen, Lernmaterialien, notwendige Hygieneprodukte oder das Fernbleiben von Ausflügen und Klassenfahrten führen zu sozialer Ausgrenzung und erschweren gleichberechtigte Bildungschancen.
Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen!

Das Land Sachsen-Anhalt soll deshalb sicherstellen, dass an allen Bildungseinrichtungen kostenfreies und gesundes Essen sowie die kostenfreie Bereitstellung von Lernmaterialien und Hygieneprodukten, insbesondere Menstruationsprodukten, gewährleistet sind. Schulen sollen aktiv  über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Klassenfahrten informieren und Familien bei Bedarf durch Lehrkräfte oder Schulsozialarbeiter*innen bei der Antragstellung unterstützen.

Demokratie für alle Generationen!
Wahlalter auf 14 Jahre absenken

Junge Menschen sind von politischen Entscheidungen unmittelbar betroffen, werden bislang aber nur unzureichend an demokratischen Prozessen beteiligt. Eine wehrhafte Demokratie lebt jedoch davon, dass alle Generationen die Möglichkeit haben, ihre Perspektiven einzubringen und politische Entscheidungen mitzugestalten. Daher befürworten wir eine Absenkung des aktiven Wahlalters bei allen Kommunal- und Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt auf 14 Jahre.

Durch die demografische Struktur Sachsen-Anhalts werden junge Menschen ohnehin benachteiligt. Menschen über 60 stellen die größte Wähler*innengruppe. Ein geringeres aktives Wahlalter wäre ein erster Schritt, um die strukturelle Unterrepräsentation der jungen Generation zu verringern.